Amurrio in 30 Sekunden
Rund 10.300 Einwohner (10.330 im Jahr 2024) in einer Gemeinde von 96,5 km², die aus zehn Ortschaften mit eigener Verwaltung (Concejos) besteht, darunter der Hauptort Amurrio. Die Stadt im Nordwesten von Álava, im Bezirk (Cuadrilla) Ayala, trug einst den Beinamen El crucero („die Kreuzung“): Sie verband das kastilische Hinterland mit den großen kantabrischen Häfen. Die Wirtschaft ist auf die Stahlindustrie ausgerichtet (nahtlose Stahlrohre).
Sehenswertes
Der Salto del Nervión
222 m Fallhöhe, der höchste Wasserfall der Iberischen Halbinsel. Er liegt an der Grenze zwischen Amurrio (Concejo Délica) und Berberana (Provinz Burgos), zwischen dem Naturdenkmal Monte Santiago und der Sierra de Guillarte.
Zwei Zugänge:
- Von der Seite Burgos: markierter Weg vom Gebiet des Monte Santiago bis zum Aussichtspunkt (Mirador)
- Von der Seite Álava: etwa 1,5 Stunden zu Fuß vom Dorf Untza aus, am Rand des Délica-Canyons entlang
Die Kirche Santa María
Die Pfarrkirche ist das wichtigste Baudenkmal des Ortes: Ihre Ursprünge reichen ins 13. Jahrhundert zurück (Spätromanik), der Großteil stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts (Renaissance). Die Kapelle der Jungfrau von Guadalupe wurde 1925 errichtet. Ihr Glockenspiel mit 25 Glocken gilt als das erste in Euskadi (der Autonomen Gemeinschaft Baskenland).
Das Turmhaus Ugarte
1718 von Manuel de Ugarte y Orúe erbaut und bemerkenswert wegen seines geschnitzten hölzernen Vordachs; seit 1983 beherbergt es das städtische Kulturhaus.
Die Einsiedelei San Antón
Aus dem 16. Jahrhundert. Zusammen mit der Kirche Santa María bildete sie einst das Machtzentrum: Vor der Einsiedelei tagte die Junta de Armuru.
Die Skulptur „Guk“
Ein Werk von Ángel Camino (2003) aus 31 Tonnen Stahl im Park Juan de Urrutia: Es steht für die Gesamtheit der Einwohner Amurrios.
Die Türme
Die Türme Mariaca, Urrutia und Saerín zeugen von der Profanarchitektur der Gemeinde. Der Palacio Urrutia (oder Palacio de Cejudo) aus dem 16. Jahrhundert trägt an seiner Hauptfassade zwei Wappen.
Museen
- Likörmuseum – der Destillerie Manuel Acha gewidmet, die seit 1831 in Betrieb ist
- Fahrradmuseum – rund 1500 Exponate
Der Park San Roque
Park mit angrenzender Einsiedelei.
Spezialitäten
- Txakoli aus Álava (Arabako Txakolina, seit 2001 geschützte Ursprungsbezeichnung, g. U.) – erzeugt in den Gemeinden Amurrio, Artziniega, Ayala, Laudio (Llodio) und Okondo, vorwiegend aus der Rebsorte Hondarribi Zuri. Amurrio feiert im Mai den Txakolin Eguna, am Sonntag nach San Isidro.
Markt und Feste
- Wochenmarkt: freitags vor der Einsiedelei San Antón.
- San Prudencio: am 28. April.
- Patronatsfest (Mariä Himmelfahrt und San Roque): Mitte August.
- Mineralien- und Fossilienmesse: in der Karwoche.
- Artzain Eguna (Tag der Hirten): am dritten Sonntag im September.
- Mikoturismo Eguna (Pilze): im November.
Anreise
- Bahn: Linie C-3 der Renfe-Nahverkehrszüge (Cercanías) von Bilbao; etwa 33 bis 40 Minuten bis Bilbao-Abando
Mein Lieblingsfoto
Der Salto del Nervión bei Hochwasser, eine weiße Säule vor der Felswand.
Quellen
- Turismo Euskadi (Baskische Regierung) – Amurrio (auf Spanisch)
- Amurrio Turismo – Sehenswertes in Amurrio (auf Spanisch)
- Baskische Regierung – DOP Arabako Txakolina (auf Spanisch)
- Wikipedia (es): Amurrio (Einwohnerzahl INE 2024), Salto del Nervión, Estación de Amurrio
Ongi etorri Amurriora – Willkommen in Amurrio.